Unter einem Olivenbaum sitzend bereitet ein arabischer Arzt ein Elixier zu

Ein arabischer Arzt bereitet ein Elixier zu – kolorierte Zeichnung aus dem 13. Jahrhundert

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Diese kolorierte Zeichnung ist datiert auf das Jahr 1224 n. Chr. und stammt aus einer arabischen Übersetzung des Arzneimittelbuches ‚De Madeira Medica‘ des berühmten Arztes Pedánios Dioskurídēs
Pedánios Dioskurídēs aus Anazarbos in Kilikien (Kleinasien) war ein griechischer Arzt, der im 1. Jahrhundert von etwa 40 bis 90 n. Chr. lebte und als Militärarzt unter den Kaisern Claudius und Nero im römischen Dienst stand. Er ist der berühmteste Pharmakologe des Altertums. Ausgebildet wohl in Torsos, dem bedeutendsten Zentrum botanisch-pharmakologischer Forschung im römischen Reich und weitgereist, verfasste er als Praktiker aufgrund von Autopsie und unter Heranziehung umfangreicher älterer Literatur in griechischer Sprache sein Hauptwerk „Über Heilmittel“ (lat. ‚De Materia Medica‘) in fünf Büchern, eine Arzneimittellehre, die bereits Gallens (129-199) nach Vollständigkeit und Gründlichkeit als maßgebliches Handbuch anerkannte. Das zweite unter dem Namen Dioskurides überlieferte Werk „Über die einfachen Heilmittel“ (lat. ‚Simplicia‘) wird nun meist als echt betrachtet; weitere unter Dioskurides’ Namen firmierende Texte verdienen eine eingehendere Prüfung auf ihre Echtheit.

Die Materia Medica, die ca. 1000 Arzneimittel umfasst (813 pflanzlichen, 101 tierischen, 102 mineralischen Ursprungs) und 4.740 medizinische Anwendungen bietet, gliedert sich in fünf Hauptteile:
• Genussmittel und pflanzliche Nahrungsmittel
• tierische Stoffe
• unmittelbare Arzneistoffe
• Getränke (Weine)
• Mineralien.
Anders als die zuvor übliche alphabetisch oder nach äußerlichen Merkmalen geordnete Behandlung des gesamten Arzneistoffs verwendet Dioskurides erstmals eine Systematik nach der qualitativen Verwandtschaft, der medizinischen Wirksamkeit der einzelnen Arzneimittel (wobei auch Magisches nicht fehlt). Vorbildcharakter für spätere Kräuterbücher bis in die frühe Neuzeit hatte mehr noch Dioskurides’ Methode der Pflanzenbeschreibung: der Name der Pflanze und Synonyme, Herkunft, botanische Beschreibung, medizinische Eigenschaften, Zubereitung und Anwendung, gegebenenfalls auch Hinweise auf Lagerung, Aufdeckung von Fälschungen usw.
Die Arzneimittelkunde des Dioskurides, in zahllosen, immer wieder neuen Bearbeitungen, Paraphrasen und Übersetzungen (lateinisch, syrisch, arabisch, englisch, hebräisch, türkisch und mehr) verbreitet, behauptete für über 1.600 Jahre uneingeschränkt ihre autoritative Geltung in Abendland und Orient auf dem Gebiet der Pharmazie, der Pflanzen- und Drogenkunde und ist als eines der einflussreichsten Werke in der Geschichte der Medizin und Pharmakologie überhaupt zu betrachten. Der Aufstieg der organischen Chemie im 19. Jahrhundert verdrängte seine Nutzung auch aus der Alltagspraxis von Kräuterkunde, pharmazeutischer Herstellung und Anwendung.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Pedanios_Dioskurides

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