Olivenblätter-Likör | Liquore alle foglie d’olivo (1.Teil)

Auf 700 ml Alkohol (insg. 35 Einheiten á 2 cl):
50 g Bio Olivenblättertee

Einer der Hauptwirkstoffe in den Früchten und Blättern des Olivenbaumes ist das entzündungshemmende und gegen eine Vielzahl von Krankheiten helfende Oleuropein. Dank der Olivenblätter können auch Menschen die Olivenöl nicht vertragen, die positiven Wirkstoffe die in der Olive stecken für sich nutzen. Eine fettfreie Alternative kann der einfache Olivenblättertee oder auch, als klassischer Magenbitter, der hier beschriebene Likör aus Olivenblättern sein. Der Begriff Likör stammt vom lateinischen Wort liquor für „Flüssigkeit“ ab und bezeichnet eine aromatische Spirituose mit relativ hohem Zuckergehalt (mind. 100g/L). Der Alkoholgehalt eines Likörs liegt normalerweise bei 15 bis 40 % Vol.

Bereits Hildegard von Bingen, eine in der katholischen Kirche als Heilige verehrte Benediktinerin und Schriftstellerin des 12. Jahrhunderts, empfahl Olivenblätter gegen Magen­schmerzen und Verdauungsprobleme. Interessant für Biologie und Medizin sind ihre Abhandlungen über Pflanzen und Krankheiten, in denen sie dazu riet Heilkräuter in Wein einzulegen, um ihre Inhaltsstoffe herauszulösen. Schon in der römischen und griechischen Antike wurden Weine aromatisiert und medizinisch genutzt. Jedoch erst im letzten Viertel des 13. Jahrhunderts brachte Arnaldo von Villanova, Rektor der medizinischen Fakultät Montpellier, die Technik der Destillation von einem Kreuzzug mit nach Europa. In Alkohol und Alkoholwassergemische legte Villanova eine Vielzahl von Heilpflanzen ein, um deren Wirkstoffe herauszulösen. Diese Technik nennt man Mazeration. Sie gehört neben dem Destillieren noch heute zu den beiden Grundtechniken der Likörherstellung. Eine Mazeration kann von ein paar Stunden bis zu mehreren Wochen dauern. Nach der Mazeration wird der Alkohol mitsamt den extrahierten essentiellen Ölen in der Regel noch ein bis zweimal destilliert. Zum Destillieren benötigt man jedoch spezielle Apparaturen, weshalb wir uns in dem hier vorgestellten Rezept lediglich auf die Mazeration beschränken.

Wichtig für Abfüllung und Aufbewahrung des Likörs sind ein Trichter und eine saubere Glasflasche

Zutaten – 
700 ml Wodka
100 g Bio Rohrzucker
50 g Bio Olivenblättertee
Schalenabrieb von 1/2 bis 1 Bio Zitrone (nach Gusto)
Für die Abfüllung und Lagerung werden zudem ein Abfülltrichter sowie eine saubere 1 Liter Glasflasche benötigt.

Die Zutaten: Olivenblättertee, geriebene Zitronenschalen, Rohrzucker und Wodka

Zubereitung – Die Olivenblätter in eine leere und absolut saubere Glasflasche mit 1 Liter Fassungsvermögen füllen. Anschließend den Rohrzucker dazugegeben. Zum Schluss die geriebene Schale der Bio-Zitrone zusammen mit dem Wodka nach und nach in die Flasche spülen. Je nachdem wie eng die Trichtermündung bzw. der Flaschenhals ist, kann diese Aktion sich ein wenig kompliziert gestalten. Wir empfehlen daher etwas zum „Stochern“ bereitzuhalten – z.B. einen Schaschlikspieß oder Ähnliches. Kleinere Verstopfungen können damit gleich während des Einfüllvorgangs verhindert bzw. gelöst werden. Nach der Abfüllung die gut verschlossene Flasche für 4 Wochen kühl und dunkel lagern. Täglich ein wenig schütteln, damit sich der Zucker vollständig auflöst. 

Nach etwa 4 Wochen wird der Likör abgeseiht und gefiltert um abschließend für weitere 6 Wochen dunkel gelagert zu reifen. Der Abseih- und Filtervorgang sowie erste Geschmackseindrücke und kreative Ideen zu den Verwendungsmöglichkeiten des Olivenblätter-Likörs werden ausführlich im 2. Teil des Rezeptes besprochen und dokumentiert. Wir sind gespannt und durstig …

Nach dem Einfüllen der Olivenblätter in die Flasche wird der Rohrzucker dazugegeben

Die geriebenen Zitronenschalen werden zusammen mit dem Wodka in die Flasche „gespült“

Die wichtigste Zutat für diesen Likör ist der Bio-Olivenblättertee von arve™

Tipps – Bevor mit der Herstellung begonnen wird, bitte folgendes beachten:

  • Wir empfehlen zur Herstellung nur hochwertige Zutaten zu verwenden, denn die Zutaten machen letztendlich auch den Geschmack des Likörs aus!
  • Der Alkoholgehalt spielt bei der Herstellung des Olivenblätter-Likörs eine entscheidende Rolle, schließlich geht es darum, die Wirk- und die Aromastoffe aus den Zutaten zu lösen. Je höher der Alkoholgehalt ist, um so besser werden diese aus den Blättern gelöst. Generell ist dafür ein Alkoholgehalt um die 40 % ausreichend. Außerdem wirkt sich die desinfizierende und konservierende Wirkung des Alkohols positiv auf die Haltbarkeit des Endproduktes aus.
  • Auch der Alkohol ist ein „Geschmacksträger“. Für dieses Rezept wurde Wodka verwendet. Man könnte natürlich auch Korn oder Rum sowie andere Spirituosen nehmen, wenn deren spezieller Eigengeschmack gewollt ist.
  • Wir raten zu Wodka oder Korn, da diese beiden Spirituosen relativ geschmacksneutral sind und somit die Aromen der anderen Zutaten am Besten zur Geltung kommen; außerdem sind sie in jedem Supermarkt erhältlich. Die Verwendung von reinem Alkohol ist auch möglich, jedoch im Vergleich sehr teuer – 1 Liter kostet im Handel so um die 30,– € (z.B. Primasprit).
  • Alkohol kann natürlich auch in Apotheken gekauft werden. Jedoch kostet reiner Alkohol, auch Ethanol oder Weingeist genannt, dort sehr viel Geld. Es ist zu beachten, dass es in deutschen Apotheken Alkohol in zwei verschiedenen Formen gibt, nämlich unvergällt, also als sogenannter reiner Alkohol, und vergällt; letzterer ist zwar billiger aber nicht trinkbar!
  • Bitte immer auf Hygiene und Sauberkeit achten. Der Olivenblätter-Likör muss mehrere Wochen lang ziehen. Wenn nicht bei jedem Schritt auf Sauberkeit bei der Herstellung und Abfüllung geachtet wird, können sich Bakterien und Krankheitserreger vermehren.
  • Die Herstellung von alkoholischen Getränken in größeren Mengen ist in Deutschland gesetzlich geregelt. Zum Verkauf wird eine Lizenz benötigt. Kleinere Mengen zum Eigengebrauch dürfen jedoch herstellt werden.
  • Damit sich der Zucker über den gesamten Reifezeitraum mit den Inhaltsstoffen der anderen Zutaten langsam verbinden kann, empfehlen wir für dieses Rezept ihn von Beginn an dazuzugeben. Der einzige Nachteil dabei ist, dass ein wenig Zucker auch in die Olivenblätter einzieht, welche im Anschluss herausgefiltert und weggeworfen werden; da dies aber im Endeffekt eine nur unwesentliche Menge ausmacht, ist der „Verlust“ unserer Meinung nach vertretbar.
  • Zu guter Letzt, auch wenn Likör schön süß ist und lecker riecht – alkoholische Getränke sind grundsätzlich nichts für Kinder!

Quellen: Wikipedia

Rezept von Tom Pantone © und Stephan Schmitz – freihändigkochen.de ©

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Olivenblätter-Pesto | Pesto di foglie d’olivo

Für 4 Personen:
3 Esslöffel gemahlener Bio Olivenblättertee

Als Pesto wird eine ungekochte, musartige Sauce bezeichnet die in der italienischen Küche meist zu Nudelgerichten gereicht wird. Der Name Pesto lässt sich vom italienischen Wort pestare ableiten, das „zerstampfen“ bedeutet. Das klassische Pesto entstammt der Region Ligurien und wurde dort 1863 erstmals dokumentiert. Es basiert vermutlich auf dem römischen Moretum, einer kräuterhaltigen Käsesoße.

Das traditionelle „Pesto alla genovese“ (nach genueser Art) besteht dem Grundrezept nach aus Basilikum, Pinienkernen, Knoblauch und Olivenöl sowie geriebenem Parmesan oder Pecorino.  Außer grobem Salz wird kein Gewürz beigemengt.
Auch für unser „Pesto di foglie d’olivo“ wird Basilikum, Olivenöl sowie Parmesan- oder Pecorinokäse verwendet. Jedoch werden ausser Pinienkernen zusätzlich auch Sonnenblumen- und Kürbiskerne genommen, das macht das Pesto von seiner Konsistenz her etwas gröber und kerniger. Damit das dezente Aroma und der leicht herbe Geschmack der beigefügten fein gemahlenen Olivenblätter in Harmonie zu den anderen Zutaten stehen, wird in diesem Kochrezept bewusst auf den Einsatz von Knoblauch verzichtet und die Verwendung von Pfeffer zur Wahl gestellt.

Interessant ist noch zu erwähnen, das italienische Wissenschaftler auf dem europäischen Hochdruckkongress 2012 berichteten, daß der tägliche Verzehr von Parmesankäse den Blutdruck in einer Studie in beachtlichem Ausmaß gesenkt hat. Auch dem Olivenblatt wird diese Eigenschaft zugeschrieben. Somit können wir in Bezug auf unser Olivenblätter-Pesto mit Stolz feststellen, eine Hypertonie-Therapie kann durchaus auch mit Genuss verbunden sein 😛 .

Pesto mit Olivenblaetter und Spaghetti Nudeln

Nussig kernige Ölsaaten gepaart mit frischem Basilikumkraut geben diesem Pesto die klassische Basis

Zutaten – 
3 EL fein gemahlener Bio Olivenblättertee
3 EL Ölsaatenmischung bzw. Körnermischung (Sonnenblumenkerne, Kürbiskerne, Pinienkerne)
3 – 4 EL Parmesan oder Pecorino Romano, gerieben
4 EL Basilikumblätter, gehackt
125 ml Bio Olivenöl
Prise Salz, Pfeffer aus der Mühle (optional)

Zubereitung – Die Olivenblätter in einem Mixer fein mahlen und durch ein Sieb passieren, sodass ein feines Pulver entsteht. Grobe Teile aus dem Sieb wieder in die Packung zurückgeben – diese können z.B. für einen Teeaufguss verwendet werden. Die Körnermischung in einer heißen Pfanne rösten bis ein leichter Duft entsteht und anschließend in einem Mixer grob zerkleinern. Dann alle Zutaten miteinander zu einem Pesto vermengen und gegebenenfalls die Konsistenz mit Olivenöl nach Geschmack korrigieren. Abschließend das Pesto mit Salz und Pfeffer (optional) abschmecken.

Pesto di foglie di olivo Olivenblaetter-Pesto

Authentisch mediterrane Neu-Interpretation einer traditionellen Sauce – „Pesto di foglie d’olivo“

Geschmacksprofil – Die fein gemahlenen Olivenblätter verleihen diesem Pesto ein selten mediterranes Spektrum an Aromen und Farbe. Die feinwürzigen Geschmacksnoten des Hartkäses werden von Aromen, die an grünen Tee erinnern, begleitet. Dezent herb und frisch, jedoch milder als grüner Tee. Das nussig-kernige Profil der Ölsaaten sowie das frische Basilikumkraut geben diesem Pesto die klassische Basis.
Neue wissenschaftliche Erkenntnisse über die gesundheitsfördernden Wirkstoffe in den Olivenblättern zeigen, dass dieses „Pesto di foglie d’olivo“ nicht nur eine klassische, authentisch mediterrane, sondern auch eine sehr aktuelle Neu-Interpretation einer traditionellen Sauce ist.

Tipp – Bei der Herstellung von Hand sollte die sämige Masse am Besten durch Zerstoßen mit einem Mörser hergestellt werden. Eine zügige Vorgehensweise ist wichtig, da Oxidation nachteilige Auswirkungen auf Geruch, Geschmack und Aussehen hat. Bei der Verwendung eines elektrischen Gerätes sollte man die übermäßige Hitzeentwicklung, die beispielsweise durch die hohe Drehzahl ausgehen kann, bedenken. Diese wirkt sich negativ auf das Aroma aus.

Quellen: Ärzte-Zeitung online / Wikipedia

Rezept von Stephan Schmitz – freihändigkochen.de ©

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starke Olivenblätter Reduktion (langes Sieden)

Auf circa 5 Liter Wasser:
150 g Bio Olivenblättertee

150 g luftgetrocknete Olivenblätter mit 5 Liter Wasser übergiessen und in einem großen Kochtopf bei schwacher Hitze zugedeckt ziehen lasen. Die Temperatur darf 85° Celsius nicht übersteigen und sollte daher stündlich kontrolliert werden ! 

Nach 6 Stunden kann man den Deckel des Kochtops eine Spalt öffnen und nach 10 Stunden wird der Topf mit so viel Wasser aufgefüllt, dass man wieder auf die Ausgangsflüssigkeit kommt. Dann wird der Deckel wieder geschlossen.

Arzt unter einem Olivenbaum sitzend bereitet ein Elixier zu. Aus einer arab. Übersetz. der ‚Materia Medica‘

Erst nach einer Siedezeit von insgesamt 12 Stunden bei einer Idealtemperatur von 85° kann man „den Topf vom Feuer nehmen“ und die verbliebene Flüssigkeit auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Im Anschluss den fertigen Olivenblättertee filtern und ihn in dann in gut gereinigte Glasflaschen abfüllen. Am Besten eignen sich getönte Glasflaschen (Mineralwasser- od. Weinflaschen – keine PET-Flaschen) die gut verschlossen werden können.

Der Tee kann maximal bis zu 14 Tage halten – sollte dann aber bitte immer gut verschlossen im Kühlschrank gelagert werden. Die abgeseihten Blätter wegwerfen und nicht mehrfach benutzen !

Diese Teevariante ist zur Stärkung des Immunsystems geeignet.

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kalte Olivenblätter Maische

Auf circa 1 Liter Wasser:
40 g Bio Olivenblättertee

Die zerkleinerten Bio Olivenblätter mit einem Liter kaltem Wasser übergiessen. Diese „Maische“ 24 Stunden ziehen lassen. Der Olivenblättertee kann dann sowohl kalt als auch warm getrunken werden. Kurz bevor man ihn trinkt wird er einfach zusammen mit den Blättern erwärmt und danach abgeseiht.

Um die beste Wirkung zu erzielen sollte man Olivenblättertee 1 bis 2 Stunden nach dem Essen, oder auf leeren Mangen trinken. Man sollte den Tee nicht trinken, wenn man Antibiotika nimmt. Die Stoffe aus den Oliven-Blätter verringern die Wirkung von Antibiotika.

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einfache Olivenblätter Reduktion

Auf circa 2 Liter Wasser:
40 g Bio Olivenblättertee

Die zerkleinerten Olivenblätter mit 2 Liter kochendem Wasser übergiessen und durch kochen auf etwa 1/3 der Ausgangsmenge, circa 700 ml Flüssigkeit, reduzieren. Danach die Flüssigkeit abseihen und den Olivenblättertee über den Tag verteilt für die Dauer von 7 Tagen kalt trinken. Bitte den Tee immer gut verschlossen im Kühlschrank lagern.

Olivenblaetter_gemahlenNEU

Diese Variante des Olivenblättertees ist hilfreich gegen Stress und auch bei Beschwerden in der Menopause.

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Grundrezept Olivenblättertee

Für 1 Tasse circa 250 ml:
1 bis 2 Teelöffel Bio Olivenblättertee

Ganze Olivenblätter sollte man vor der Verwendung am besten zerkleinern oder mahlen. Je kleiner, desto besser. Denn so können sich alle Inhaltsstoffe der Blätter optimal im Teewasser entfalten.

Der arve™Bio Olivenblättertee

Der arve™Bio Olivenblättertee

1 bis 2 Teelöffel in eine Tasse geben, mit kochendem Wasser übergießen und nach Geschmack 10 bis 15 Minuten ziehen lassen. Danach abseihen und eventuell mit etwas Zucker oder Honig süßen. Wer möchte kann noch etwas Zitronen- oder Limettensaft dazugeben. Olivenblättertee wird auch gerne zusammen mit ein paar Stückchen frischen Ingwer oder Minzeblätter aufgebrüht.

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